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Glossar: Fachbegriffe

Hier finden Sie die von mir verwendeten Fachbegriffe und Fremdwörter einfach und verständlich erklärt.

Analytische Psychologie von C. G. Jung

Carl Gustav Jung ist der wohl wichtigste Schüler von Sigmund Freud. Mit der so genannten Analytischen Psychologie hat er die Psychoanalyse von Sigmund Freud weiterentwickelt und sich gleichzeitig von ihr abgegrenzt.

Im Mittelpunkt der Analytischen Psychologie steht der Individuationsprozess, die Selbstwerdung eines Menschen zu einem einzigartigen Individuum, das sich von anderen Menschen und vom Kollektiv unterscheidet und gleichzeitig mit ihm verbunden ist. Dieser Entwicklungsprozess berücksichtigt allgemeinmenschliche Aspekte, die sich in der Menschheitsentwicklung in allen Kulturen zu allen Zeiten wiederfinden. Als Zentrum der menschlichen Persönlichkeit wird ein so genanntes Selbst angenommen, ein einzigartiger Wesenskern, der nach Entfaltung und Ganzheit strebt. Die spirituelle Dimension, das heißt die geistige Orientierung im weitesten Sinne, nimmt im Werk von C. G. Jung eine wesentliche Rolle ein. Im Coaching von Menschen, die ihre „kollektiven Hausaufgaben“ erfüllt und die die Lebensmitte erreicht haben, nimmt die Beschäftigung mit der Sinnerfüllung einen immer größer werdenden Raum ein.

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Autogenes Training (AT)

Das autogene Training (AT) ist ein klar strukturiertes medizinisch - therapeutisches Verfahren zur „konzentrativen Selbstentspannung“. Entwickelt in den 20er-Jahren von dem Nervenarzt Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz (meist J. H. Schultz, bzw. I. H. Schultz), basiert es auf Auto(=Selbst)-Suggestionen.

Ziel ist die psychovegetative Gesamtumschaltung, die zum Angstabbau, zur Selbstruhigstellung und zur Resonanzdämpfung der Affekte führt. Auf der Ebene des Erlebens können tiefe Ruhe, Gelassenheit, innere Harmonie, eine Steigerung der Konzentration und der Kreativität erfahren werden. Es eignet sich insbesondere zur Behandlung von funktionellen und psychosomatischen Störungen und als unterstützende Maßnahme beim Einsatz psychotherapeutischer Maßnahmen.

Die Grundstufe des AT besteht aus sechs Teilen (Schwere-, Wärme-, Herz-, Atem-, Sonnengeflecht- und Stirnübung). Erfahrene Meditierende erkennen, dass bei den letzten vier Übungsschritten so genannte Chakren (= feinstoffliche Energiezentren) angesprochen werden, auch wenn der spirituelle Hintergrund unerwähnt bleibt. Die Beherrschung der Grundstufe ist die Voraussetzung, um die Übungen der Oberstufe mit Gewinn praktizieren zu können. Hier werden auch Bilder wie z. B. Reisen auf den Meeresgrund oder auf den Gipfel eines Berges oder Bilder eigener Zielsetzungen eingesetzt. Ziele der Oberstufe des AT sind die vertiefte Selbsterkenntnis und die Charakterbildung.

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Ayurvedische Medizin

Ayurveda bedeutet Wissenschaft des Lebens und setzt sich zusammen aus „ayu“ (Leben), und „veda“ (Wissenschaft). Die Ayurvedische Medizin ist die älteste Medizin überhaupt; seit 5000 Jahren wird sie in Indien praktiziert.

Ziel ist die Erhaltung der Gesundheit, wobei Gesundheit im Ayurveda als ein dynamischer Prozess vollkommener Ausgeglichenheit in Geist, Körper, Verhalten und Umgebung definiert wird, in dem der Zustand dauerhaften inneren Glücks erfahren wird. Durch die Einbeziehung des spirituellen Aspekts geht der Gesundheitsbegriff (und damit das Ziel ärztlichen Handelns) der Ayurvedischen Medizin weit über den der WHO hinaus („Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und daher weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen“).

Charakteristisch ist es, das Gleichgewicht zwischen drei Wirkungsprinzipien, den drei Doshas, zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen: Vata, Pitta und Kapha. Alle drei Doshas haben charakteristische Eigenschaften; Menschen, die diese drei Doshas in sich vereinen, erkranken äußerst selten, ihr seelisches Gleichgewicht ist dauerhaft stabil.

Die Ayurvedische Medizin verfügt über spezielle diagnostische Möglichkeiten, die alle auf Beobachtung beruhen und über eine Vielzahl natürlicher Therapieformen, zu denen neben der Entschlackung und der richtigen (= an dem Verhältnis der Doshas orientierten) Ernährung der Einsatz von mehr als 2000 Heilpflanzen gehört.

Die Wellness-Welle hat dazu geführt, dass die Ayurvedische Medizin im Westen einen hohen Bekanntsheitsgrad erreicht hat. Bedauerlicherweise geht beim Einsatz ayurvedischer Maßnahmen im Rahmen von Wellness-Einrichtungen der spirituelle und philosophische Aspekt häufig verloren.

In meinem Seminar Spirituelle Selbsterfahrung vermittle ich Ihnen einen Überblick über die Ayurvedische Medizin.

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Balintgruppen

In so genannten Balintgruppen, benannt nach Michael Balint, einem ungarischen Psychiater und Psychoanalytiker, treffen sich Ärztinnen und Ärzte in regelmäßigen Abständen, um unter der Leitung eines erfahrenen Psychotherapeuten über „Problempatienten“ aus ihrer Praxis zu sprechen. Das Ziel der Balintgruppen ist es, die Beziehung zwischen Arzt und Patienten zu verbessern und ein umfassenderes sozio-psycho-somatisches Verständnis des Patienten zu entwickeln, um damit die Behandlung des Patienten zu vervollkommnen. Die Balintgruppen bilden einen grundlegenden Baustein in der psychotherapeutischen Weiterbildung von Medizinern.

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Burn-out-Syndrom

Mit Burn-out wird ein „Zustand der totalen körperlichen und emotionalen Erschöpfung“ und des „Ausgebranntseins“ beschrieben, der gekennzeichnet ist durch eine anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche sowie durch den Verlust der Fähigkeit, sich zu regenerieren. Von einem Syndrom spricht man, wenn verschiedene Symptome gleichzeitig auftreten. Vom Burn-out-Syndrom“ sind insbesondere Angehörige „helfender Berufe“ betroffen, wie z. B. Ärzte, Angehörige von Pflegeberufen, Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher. Ferner tritt es auf in Berufen mit hohem Leistungsdruck (Manager) oder unter Leistungssportlern, die an sich selbst extreme Anforderungen stellen.

Warnsignale: Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsmangel; weiterhin, wenn der Beruf zum hauptsächlichen Lebensinhalt wird und sich die sozialen Kontakte ausschließlich auf die berufliche Funktion beschränken (z. B. mit Patienten), wenn eigene Bedürfnisse nicht erkannt und nicht beachtet werden („hilflose Helfer“). Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Schwächung des Immunsystems mit häufigen Infektionskrankheiten sowie zu psychovegetativen und psychosomatischen Erkrankungen wie Verspannungen und Schlafstörungen, Kreislaufproblemen, Verdauungs- und Essstörungen sowie zu Erkrankungen des Herzens und Geschwüren des Magen- und Darmtrakts. Im Endstadium finden wir Gefühle von Hilflosigkeit, von Sinnlosigkeit und existenzieller Verzweiflung, die von Suizidalität (Suizidgefährdung) begleitet sein können.

Vorbeugend wirken kann ein Langzeit-Coaching in größeren Abständen oder auch der Besuch meines Seminars Work-Life-Balance sein.

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Coaching

Der Coach begleitet, der Therapeut behandelt. Damit ist das Wesen des Coachings umschrieben: Es handelt sich um eine Begleitung - meist im beruflichen Kontext - eines Klienten durch einen Coach, der gemeinsam mit seinem Klienten dessen Ziele herausarbeitet und sicherstellt, dass das Ziel realistisch ist, und dass der Klient die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt oder erwerben kann, die notwendig sind, um das zu verwirklichen, was er sich vorgenommen hat. In einem strukturierten Setting begleitet der Coach seinen Klienten, bis dieser sein anfangs formuliertes oder auch das während des Coachings veränderte Ziel erreicht hat. Coaching ist auf die Freisetzung von Potentialen ausgerichtet und in der Regel zeitlich streng begrenzt.

Coaching kann sowohl im Rahmen eines Einzel-Coachings, als auch als Paar-Coaching (bei Beziehungskonflikten und Konflikten zwischen Geschäftspartnern oder Partnern von Gemeinschaftspraxen) und als Gruppen-Coaching (um gemeinsame übergeordnete Ziele zu formulieren) eingesetzt werden.

Häufig wird Coaching - gerade von Führungskräften - bei Therapiebedarf statt einer Therapie in Anspruch genommen: Coaching ist anonym (keine Institution erfährt eine Diagnose) und der Klient wird nicht stigmatisiert (der Coachee muss sich nicht als Patient identifizieren).

Aus diesem Grunde gelten bei der Entscheidung für einen persönlichen Coach die gleichen Einschränkungen wie für das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP): Coaching kann dann empfohlen werden, wenn der Coach über eine solide Coaching-Ausbildung verfügt und darüber hinaus eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung und langjährige Erfahrungen als selbstständiger Psychotherapeut besitzt.

Nähere Hinweise finden Sie in meinem Seminarangebot Coaching-Ausbildung.

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Davanloo, Habib

Professor Dr. med., geboren 1924 in Teheran, Harvard-Absolvent und Neurochirurg, später Psychiatrie-Professor an der McGill University, Quebec. Direktor des Zentrums für Forschung und Lehre der intensiven psychodynamischen Kurztherapie am Montreal General Hospital, Quebec.

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ISTDP - Intensive psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo

Auf dem Fundament der Psychoanalyse aufbauende und technisch weiterentwickelte Therapie-Methode, bei der der Klient direkt – über die Übertragungsgefühle – mit seinen Widerständen konfrontiert wird. Hochwirksam gerade bei frühen Traumatisierungen (wie Gewalt, Missbrauch, frühe Verlassenheitserfahrungen) werden nach einem strukturierten Vorgehen tief verdrängte Gefühle wie Wut, Schuld, Trauer und Schmerz Schicht für Schicht freigelegt und transformiert.
(Literaturhinweis: Gerda Gottwik, „Intensive psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo“, Paul Troendle: "Psychotherapie dynamisch intensiv direkt: Lehrbuch zur intensiven Dynamischen Kurzzeittherapie", vergriffen).

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Kollektive Hausaufgaben

Anpassungsleistungen, die gefordert werden, um in der jeweiligen Gesellschaft den eigenen Platz einnehmen zu können und Anerkennung zu finden.

Zu den kollektiven Hausaufgaben gehören z. B. die eigene Berufsausbildung, geforderte Zeugnisse, Examina für eine bestimmte berufliche Position, oder auch das Abitur als Zugangsvoraussetzung zum Studium. Die Erfüllung kollektiver Hausaufgaben ist die Basis und die Voraussetzung für den spirituellen Weg, um diesen nicht im Sinne der Vermeidung zu instrumentalisieren. So würde ich z. B. einen Studenten im 20. Semester, der nach wie vor von den finanziellen Zuwendungen seiner Eltern lebt, und der eine Begleitung auf seinem spirituellen Weg sucht, damit konfrontieren, was ihn bisher daran gehindert hat, für sich die Verantwortung in der realen Welt zu übernehmen.

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Dr. Waltraud Malin

Psychoanalytikerin in Würzburg, einer der Pioniere mit der wohl umfangreichsten Erfahrung unter den Anwendern der Intensiven psychodynamischen Kurzzeittherapie nach Habib Davanloo in Deutschland. Ausbilderin, ISTDP (Intensiv Short-Term Dynamic Psychotherapy).

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Meditation: Formen und Techniken

Was ist Meditation?

Meditieren bedeutet wörtlich übersetzt „In die Mitte gehen“. Gemeinsames Ziel aller Meditationen ist neben der körperlichen Entspannung die Entwicklung der Achtsamkeit, das heißt, sich in jedem Augenblick seiner Gedanken und seiner Handlungen bewusst zu sein. Es geht darum, einen tieferen Kontakt zu sich selbst zu finden und das Eingebundensein in ein höheres, übergeordnetes Ganzes zu erfahren. Es gibt eine kaum überschaubare Zahl von Meditationsrichtungen und -formen aus den unterschiedlichsten spirituellen Traditionen. Durch eigene Erfahrungen gilt es, die Meditationsform zu entdecken und zu praktizieren, die für Sie am stimmigsten ist.

Aufgeschlossene Therapeuten erkennen zunehmend, dass sich westliche Psychotherapieverfahren und östliche spirituelle Weisheitswege perfekt ergänzen können. Eine immer größere Anzahl von psychotherapeutischen Kliniken integrieren Meditationstechniken und spirituelle Ansätze in ihr Therapiekonzept.
In meinem Seminar Spirituelle Selbsterfahrung vermittle ich den Seminarteilnehmern einen überblick über die verschiedenen Formen der Meditation.

Chakra-Meditation

Meditationstechnik zur Aktivierung und Harmonisierung der Chakren (Energiezentren des menschlichen Körpers). Sie hat ihren Ursprung in asiatischen Traditionen und findet heute mehr und mehr Eingang in die Meditationspraktiken der westlichen Welt. Abhängig vom traditionellen Ursprung werden fünf, sieben oder mehr Chakren unterschieden. Am bekanntesten ist die hinduistische Tradition mit sieben Chakren (Scheitel-, Stirn-, Hals-, Herz-, Solar-Plexus-Chakra, Sakralchakra, Wurzelchakra). Eine sehr wirksame Meditationsform, die viel Behutsamkeit und Erfahrung auf Seiten des Meditationslehrers erfordert.

Kum Nye

Kum Nye – als ein Bestandteil der alten tibetischen Heilkunst – ist eine sanfte Methode der Selbstheilung mit Körper- und Atemübungen und verschiedenen Meditationstechniken. Es handelt sich um einen ganzheitlich-spirituellen Heilweg, der über die Entspannung und die Selbstheilung von körperlichen und geistigen Gebrechen hinaus zum Ziel hat, ein Gleichgewicht durch die Integration von Körper, Geist, Sinnen und Gefühlen und der Umwelt zu erreichen und inneren Frieden zu finden. Charakteristisch sind meditativ vollzogene betont langsame Körperbewegungen, die innere feinstoffliche Energieflüsse erfahrbar machen (Tarthang Tulku: Selbstheilung durch Entspannung).

Tai Chi

Alte chinesische Bewegungskunst auf der Grundlage weicher, kreisender Bewegungen, die Geschmeidigkeit, Gesundheit, Gelassenheit vermittelt. Die philosophische Grundlagen bilden der Buddhismus und der Taoismus.

Tibetische Meditation

Eine spezielle buddhistische Geistesschulung, mit speziellen Meditationen zur gezielten Anwendung zur Milderung und Überwindung des Leidens und zur Herstellung von Glück und Zufriedenheit
(Literaturhinweis: Tulku, Lama Dagsay, „Das Praxisbuch der tibetischen Meditation“).

Transzendentale Meditation

Die transzendentale Meditation (TM) wird seit zirka 50 Jahren im Westen gelehrt; sie geht zurück auf Maharishi Mahesh Yogi, einem indischen Philosophen und Physiker.

Ziele sind die tiefe körperliche Entspannung, eine größere geistige Klarheit, die Steigerung der Kreativität, die Streßentlastung und dadurch eine bessere Gesundheit sowie eine größere Belastbarkeit unter schwierigen Herausforderungen des täglichen Lebens. Wegen der leichten Anwendbarkeit (2 mal täglich wird mit geschlossenen Augen im Sitzen mit einem persönlich verliehenen Mantra meditiert) verbreitete sich die TM im Westen rasch. TM gilt heute als die am meisten erforschte Meditationstechnik, zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positiven Wirkungen.

Wegen der Finanzgebaren (unübersichtliches Firmenglomerat, Milliardenvermögen des Maharishi, hohe Kursgebühren) geriet die Organisation in die Kritik. Dessenungeachtet ist es das Verdienst der TM, dass sie es vielen seriösen Meditationstechniken erst ermöglicht hat, im Westen bekannt zu werden, und dass die Meditation heute allgemein akzeptiert wird als ein Weg, der über die Entspannung hinaus tiefe innere Einsichten vermitteln kann.

Vipassana

Eine der ältesten Meditationstechniken Indiens. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Selbstbeobachtung; die Achtsamkeit wird auf die körperlichen Empfindungen und auf die Wechselbeziehungen zwischen Körper und Geist gerichtet. Es geht darum zu erfahren, wie die Empfindungen die Reaktionen des Körpers beeinflussen und den Geist konditionieren. Das Vipassana wird vermittelt in mehrtägigen und mehrwöchentlichen retreats, wobei diese Meditationstechnik im Sitzen und mit nur kurzen Pausen von frühmorgens bis spätabends praktiziert wird.

Zen-Meditation

Im Mittelpunkt der Zen-Meditation stehen ebenfalls die Schulung der Achtsamkeit und die absichtslose Selbstbeobachtung. Verschiedene Methoden unterstützen den Schüler auf diesem Weg, wie das Sitzmeditation (Zazen), Gehmeditation (Kinhin), Rezitationen (Textlesungen), das konzentriertes Tätigsein und das Arbeiten mit so genannten Koans (sehr kurze, paradox erscheinende Aussagen eines Zen-Meisters, deren Sinn sich erst durch lange Meditation erschließt). Westliche Modifikationen, wie z. B. das Street-Zen, machen deutlich, dass es beim Zen (wie bei allen anderen Meditationen auch) um die Integration in den Alltag geht.

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Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

Grundlagen von NLP

Das NLP wurde in den 70er Jahren von Grinder, einem Linguistiker, und Bandler, einem Informatiker und Gestaltspychologen, als Kurzzeit-Psychotherapie-Methode entwickelt. Die Bezeichnung NLP faßt die wesentlichen Elemente zusammen, mit denen sich die Begründer beschäftigten: den Einfluß der Sprache (lateinisch lingua) auf die Befindlichkeit des Menschen, die Auswirkung neurophysiologischer Prozesse sowie die Veränderungen eingeschliffener einschränkender Programmierungen.

Die Wurzeln des NLP gehen zurück auf die Hypnotherapie von Milton Erickson, die Gestalttherapie von Fritz Perls sowie die systemische Familientherapie von Virgina Satir.

Ziele von NLP

Charakteristisch ist die konsequente Orientierung an Lösungen, an den Zielen, den vorhandenen Möglichkeiten und der Zukunft des Klienten (anstelle der Ergründung der Ursachen, die seinen Konflikten zugrundeliegen). Heute ist das NLP als Kommunikationsmodell weiterentwickelt worden und in allen Bereichen, in denen Menschen miteinander kommunizieren, verbreitet (in der Psychotherapie, der Medizin, im Management, in der Pädagogik, in sozialen Berufen, im Coaching sowie in der Persönlichkeitsentwicklung).

NLP-Qualifikation und NLP-Ausbildung

Bei der Suche nach einem NLP-Therapeuten oder eines NLP-Coach sollte auf die Vorbildung des Coaches geachtet werden. Neben einer fundierten Psychotherapie-Ausbildung und einer langfristigen beruflichen Erfahrung sollte der Coach das gesamte NLP-Curriculum selbst absolviert haben (NLP-Practitioner, NLP-Master, NLP-Trainer- und Lehrtrainer sowie als NLP-Coach und Lehrcoach). Darüberhinaus sollte der NLP-Coach Mitglied im DVNLP sein (Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren) und die Zertifizierungen vom DVNLP erhalten haben, die zur Ausbildung berechtigen.

Das Potential von NLP

Wenn der Anwendung des NLP ein fundiertes psychotherapeutisches Fundament zugrundeliegt, wenn der NLP-Coach / NLP-Therapeut die Grenzen des NLP einschätzen kann und weiß, wann er seine Klienten an Fachkollegen weiterempfehlen muss, dann steht dem NLP-Coach ein hervorragendes Instrument zur Verfügung, das dem Klienten bei vielen Herausforderungen des täglichen Lebens oder auch bei umschriebenen psychischen Belastungen eine schnelle und wirksame Hilfe bieten kann, ein Instrument, das in jede längerfristige Therapie sehr gut integriert werden kann.

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Supervision

Supervision ist ein Bestandteil jeder psychotherapeutischen Weiterbildung. Dabei trifft sich der Ausbildungskandidat in regelmäßigen Abständen mit einem erfahrenen ausbildungsberechtigten Psychotherapeuten und berichtet über den Fortgang seiner Behandlungen. Ziele der Supervision sind sowohl die Vermittlung wesentlicher Inhalte und Aspekte, die in psychotherapeutischen Behandlungen berücksichtigt werden müssen als auch die Überprüfung der Verläufe seiner Behandlungen und damit auch der Fähigkeiten des Kandidaten.

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Tao te king (auch Daodejing)

Das Buch vom Tugendhaften Weg von Lao Tse („tao“ wird meist mit Weg übersetzt, auch wenn dieser Begriff dem TAO nicht annähernd gerecht wird, „te“ mit Tugend).

Das Tao te king ist eines der populärsten Bücher der Welt mit der (nach der Bibel) zweithöchsten Auflage aller jemals gedruckten Bücher. Der Legende nach wurde es im 6. Jahrhundert von Lao Tse, dem ersten taoistischen Weisen, niedergeschrieben. Bevor dieser sich enttäuscht von dem Verfall des Staates Tschou, in dem er als Historiker angestellt war, in die Berge zurückzog, hat er beim Überschreiten der Grenze auf Drängen des Grenzbeamten die 81 Verse dieses Weisheitsbuches diktiert.

Über diese Legende existiert ein äußerst lesenswertes Gedicht von Bertold Brecht: Legende von der Entstehung des Buches Tao te king“ auf dem Wege des Laotse in die Emigration.

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Taoismus

Der Taoismus, auch Daoismus, ist eine chinesische Philosophie und Religion, die auf das Tao te king des Lao Tse zurückgeht. Der Taoismus bildet neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der „Drei Lehren“, die China maßgeblich prägten. Es gibt kaum einen Bereich der chinesischen Kultur, der durch den Taoismus nicht beeinflußt wurde: Politik, Wirtschaft, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Ernährungskunde, Medizin, Chemie, Kampfkunst und Geographie.

Ein grundlegendes Lebensprinzip des Taoismus ist das Wu Wei (aktives Nichts-Tun). Im Gegensatz zur Passivität und Trägheit auf der einen Seite und zum Aktivismus und zum „Machen und Durchsetzen um jeden Preis“ auf der anderen Seite ist mit dem Wu Wei eine Haltung gemeint, die spontan und in Harmonie mit seiner Umgebung handelt und sich Aktivitäten enthält, die gegen die Natur gerichtet sind. In Übereinstimmung mit dem Tao zu leben heißt demnach, im Einklang mit sich selbst und mit den Gesetzen der Natur zu leben. Es ist ein Verdienst von C. G. Jung, dem Westen das Verständnis des Taoismus nähergebracht zu haben.
(Literaturhinweis: Richard Wilhelm/C. G. Jung, „Geheimnis der Goldenen Blüte“)

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